Dem Kind eine Stimme geben
Verfahrensbeistand
Interessenvertretung vor dem Familiengericht
Neben meiner Arbeit als Coach für Trennungseltern bin ich auch als Verfahrensbeiständin bei Gericht tätig. In dieser Rolle vertrete ich die Interessen von Kindern und Jugendlichen in familiengerichtlichen Verfahren. Immer dann, wenn es um zentrale Lebensfragen geht – etwa Sorgerecht, Umgang oder den Lebensmittelpunkt – werde ich vom Gericht bestellt, um dem Kind eine eigene, unabhängige Stimme zu geben.
Warum Kinder eine eigene Stimme brauchen
Trennungssituationen stellen für Kinder oft eine enorme emotionale Belastung dar. Sie geraten schnell in Loyalitätskonflikte und können ihre eigenen Bedürfnisse kaum noch klar äußern. Hier sorge ich dafür, dass das Kind gesehen und gehört wird. Ich nehme mir Zeit, baue Vertrauen auf und arbeite heraus, was das Kind wirklich bewegt und braucht.
Ich nehme mir Zeit für persönliche Gespräche mit dem Kind, höre zu und unterstütze es dabei, seine Wünsche, Gedanken und Bedürfnisse zu erkennen und zu äußern. Zudem erkläre ich altersgerecht den Ablauf des Verfahrens und begleite das Kind bei gerichtlichen Anhörungen.
Je nach Situation führe ich Gespräche mit den Eltern und weiteren Bezugspersonen. Dabei fördere ich das Verständnis für die Bedürfnisse des Kindes und unterstütze eine einvernehmliche Lösung im Interesse des Kindes.
Ich informiere das Familiengericht über die Ergebnisse meiner Gespräche und Beobachtungen und vertrete die Interessen des Kindes im Verfahren. Ziel ist es, zu einer Entscheidung beizutragen, die dem Wohl des Kindes bestmöglich entspricht.
Kinder zwischen den Fronten sicher begleiten
Kinder brauchen einen geschützten Raum, um sich öffnen zu können. Ich begegne ihnen auf Augenhöhe, erkläre altersgerecht, was im Verfahren passiert, und gebe ihnen Orientierung in einer oft unübersichtlichen Situation. So entsteht Sicherheit und die Grundlage dafür, dass Kinder ihre Stimme finden können.
Klare Interessenvertretung vor Gericht
Als Verfahrensbeiständin bin ich ausschließlich dem Kind verpflichtet. Ich vertrete seine Interessen im Verfahren und mache seine Perspektive für das Gericht verständlich und greifbar. Mein Ziel ist es, dass Entscheidungen getroffen werden, die das Kindeswohl konsequent in den Mittelpunkt stellen.
Diese klare Ausrichtung auf die Perspektive des Kindes prägt auch meine Arbeit als Trennungscoach mit Eltern: Ich vermittle, was Kinder in Konfliktsituationen wirklich brauchen und wie sich elterliche Entscheidungen auf sie auswirken. So entsteht mehr Klarheit auch außerhalb des Gerichts.
Mehrwert für Eltern: Perspektivwechsel ermöglichen
Meine Erfahrung aus der Arbeit als Verfahrensbeiständin fließt direkt in meine Coaching-Begleitung von Eltern ein. Ich erkenne schnell, welche Dynamiken auf Kinder wirken und wo Kommunikation aus dem Gleichgewicht gerät.
Ich unterstütze Eltern dabei, wieder in ihre Stabilität zu kommen, Konflikte bewusster zu steuern und Entscheidungen zu treffen, die sowohl für sie selbst als auch für ihr Kind tragfähig sind. Dabei hilft der Perspektivwechsel: weg von der eigenen emotionalen Belastung – hin zu einem klaren Blick auf die Bedürfnisse ihres Kindes.